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Ausbauplanungen stoppen - Ausstieg aus der Müllverbrennung jetzt planen

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Auflösung des AUE-Verbundes - Chance für eine Weiterentwicklung der GAB

Die Zeitungen berichteten in den ersten Juni Tagen von der Auflösung des Abfallverbundes durch den der GAB ca. 60.000 to Müll/Jahr verloren gehen werden.
Wir fordern den Stopp der MVA-Ausbauplanungen und den Ausstieg aus der Müllverbrennung nach altem Muster.

Die Experten wussten es schon lange: Es gibt Überkapazitäten bei Müllverbrennungsanlagen (MVA) und weitere MVAs sind in Planung bzw. Bau.
Wegen des daraus resultierenden Preisverfalls wird die Entsorgungsgemeinschaft der Kreise Steinburg, Dithmarschen und Pinneberg aufgelöst.
Der MVA Tornesch-Ahrenlohe geht nicht nur deswegen der Müll aus.

Ausbauplanungen der GAB endgültig stoppen!
Die viel kritisierte Ausbauplanung der GAB muss jetzt endgültig gestoppt werden.
Es ist gut, dass ein Konzept ohne Recycling von Wertstoffen aus dem Hausmüll und ohne beabsichtigte Nutzung der Verbrennungswärme in einem „Markt“ mit Überkapazitäten keinen Erfolg hatte.
Die Kreispolitik muss des Ausstieg aus den Ausbauplanungen beschließen, damit die die Bürger mit ihren Müllgebühren nicht weiter diese von vornherein unsinnige Planung bezahlen müssen.

Immer weniger Restmüll – MVA-Ausstieg planen
Mit der Einführung einer Wertstofftonne werden in Zukunft das stoffliche Recycling weiter zunehmen und die Verbrennungsmengen zurückgehen.
Die Bürger des Kreises Pinneberg werden dadurch immer weniger Abfälle zur Verbrennung „erzeugen“.
Die MVA wiederum muss ihre wachsenden freien Kapazitäten zu immer günstigeren Konditionen am Markt andienen.
Durch geringere Einnahmen drohen über kurz oder lang Gebührenerhöhungen.

Die Müllverbrennungsanlage ist fast 40 Jahre alt. Größere Investitionen sind nicht zu rechtfertigen. Sie wurde in einer Zeit geplant, als Öl und Rohstoffe schier unendlich zu sein schienen und ist heute unzeitgemäß.
Ein Verbrennungsausstieg muss heute geplant werden.

Die GAB sollte sich konsequent der Zukunft zuwenden
Stoffliche Trennung, Biogasgewinnung und Wärmenutzung sind hier wichtige Stichworte. Eine neue Konzeption muss diese Kernpunkte konsequent weiterentwickeln.
Die Fernwärmeversorgung, bisher sichergestellt durch die Altanlage, kann im Übrigen durch ein modernes Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung übernommen werden.

Die Abfallmengen des Kreises Pinneberg scheinen zu gering zu sein, um wettbewerbsfähige Strukturen aufbauen zu  können.
Deshalb sind Kooperationen notwendig.

Rahmenbedingungen der Politik
Die Politik muss Rahmenbedingungen konsequenter setzen. Der Gesetzgeber erlaubt beispielsweise immer noch dadurch Ressourcenverschwendung, dass MVAs oder Strom-Kraftwerke ohne Wärmenutzung gebaut werden. Auch im Bereich der Schwermetall- und Feinstaubemissionen gibt es Nachholbedarf.
Die angestrebten Recyclingquoten bei Einführung der Wertstofftonne werden von Umweltverbänden (z. B. Nabu) als zu niedrig kritisiert.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. Juni 2011 um 20:44 Uhr  

Infos

Resolution des Amtsausschusses Rantzau
Resolution der 10 zum Amt Rantzau gehörenden Gemeinden vom 21.05.2007.
Mittlerweile haben über 20 Gemeinden im Kreis Pinneberg sich negativ zu den Ausbauplänen geäußert.
 
380.000 to. in Brunsbüttel ab 2010 ?

Ab 2010 ein Industrieheizkraftwerkes (IHKW) in Brunsbüttel ? (Bekanntmachung, Kurzfassung, ca. 3Mb).
Pro to. heizwertreichen Müllersatzbrennstoff benötigt man ca. zwei to. unsortierten Müll.
Das geplante IHKW sticht die MVA Tornesch-Ahrenlohe durch ganzjährige Prozesswärmenutzung wirtschaftlich aus. Aber woher soll der Müll überhaupt kommen?

 
Juli 2007: Bodenanalysen im Umfeld der MVA

Die Bürgerinitiative und der BUND Kreis Pinneberg haben ein unabhängiges Labor mit der Untersuchung von Bodenproben beauftragt.
Die Schwermetallbelastungen liegen bei einer Probe im Bereich des Tornescher Waldkindergartens bei Blei und Quecksilber (knapp) über den Richtwerten.
Hier hat sich die Belastung seit 1992 in einer ersten Betrachtung etwa verdreifacht. Die Dioxinbelastung ist in den Proben allgemein nach wie vor erwartungsgemäß sehr hoch (ca. 2-10 fach über Bundesdurchschnitt). Presseerklärung, Messergebnisse

 
Deutschland wird Müllmeister

Ein kritischer Beitrag der Sueddeutschen SZ. Deutschland "produziert zu wenig Abfall" - für all die neuen Verbrennungsanlagen. Her mit dem Müll aus dem Ausland mehr ...

 
Kapazitäten frei (05/2008)
Wozu MVA-Ausbau? Unsere Überkapazitäten "schlucken" sogar Italiens Müll!
 
Ausbau der "Mülle" nicht notwendig? (20.03.2008)

Die Schlagzeile war überfällig, der Tatbestand seit langem bekannt. Vollständige Erklärung des Ministeriums. Minister befürchtet Überkapazitäten "Da diese zusätzlichen Kapazitäten nicht allein durch schleswig-holsteinische Abfälle zur Beseitigung ausgelastet werden könnten ..."

 
Presseinfo 24.07.2007

Forderung nach Beteiligung von BI/BUND bei den geplanten Bodenanalysen des Kreises Pinneberg: 20070724_bi_bund_presse
Forderungen an das Umweltamt Itzehoe: 20070723_stua

 
Technikwandel

Besserer Techniken werden erprobt und umgesetzt.
Ein neuartiges Müllkraftwerk wird in Kanada gebaut.

 
Rechtsmittel

Die BI erwägt nach gründlicher Prüfung des Genehmigungsbescheides die Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel.