Jahreshauptversammlung

Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet statt am Do., 22.04.2010 um 20:00 Uhr in den Gemeinderäumen der Schule. Jedermann ist herzlich willkommen. Zugehöriges Flugblatt.


Dicke Luft im Kreis Pinneberg (?): 22.09.2009, 20:00 Uhr Info Veranstaltung im Arboretum Ellerhoop

Eine mehrjährige Untersuchung im Kreis zeigte, dass die Luftschadstoffwerte im Kreis Pinneberg teilweise auf dem Niveau von (schwer-) industriellen Regionen liegen.
Zu hoch für den ländlich geprägten Kreis Pinneberg, findet die BI, und lädt deswegen in einem Flugblatt ein zu einer
Informationsveranstaltung am 22.09.2009, 20:00 Uhr im Arboretum Ellerhoop.

Der Toxikologe Dr. Kruse wird die Untersuchungen bewerten. Landrat Dr. Grimme vertritt den Kreis.
Bernd Voß wird zukunftsweisende Müllbehandlungs- bzw. Müllverwertungsverfahren erläutern, mit denen sich die Schadstoffemissionen der MVA reduzieren liessen.



Offener Brief ...

... an die Kreistagspolitiker der drei betroffenen Kreise (pdf).


Genehmigungsbescheid erteilt

Über ein Jahr nach dem Erörterungstermin wurde nun per 16.09.2008 eine 1. Teilgenehmigung (pdf, ca 4MB) öffentlich. Da das Umweltamt nicht den Sinn der Ausbauplanungen beurteilt, haben wir einen positiven Bescheid erwartet. Immerhin hat die berechtigte Kritik zu einer langwierigen Bearbeitung durch das Umweltamt und damit zu einer Verzögerung der Ausbaupläne geführt.
Die BI erwägt jetzt weitere Schritte, zu denen auch juristische Mittel gehören.

Seit Ende Juni 2008 liegt das 334 Seiten umfassende Wortprotokoll (ca. 18MB) des Erörterungstermins vor.
Und hier das BI-eigene Protokoll des Erörterungstermins vom 9., 10. und 12.07.2007


Knallharte Argumente gegen MVA Ausbau (von Remondis)

In einem Remondis-Vortrag (11/2007) findet man knallharte Argumente gegen den MVA-Ausbau in der geplanten Form.
Hier ein Auszug: Langfristig wird das Abfallaufkommen in Deutschland zurückgehen / steigende Rohstoffpreise führen wieder zu verstärkter werkstofflicher Verwertung / Wichtig ist die ganzjährige Energieabgabe in Form von Prozessdampf / in ca. 1 bis 2 Jahren werden bereits Überkapazitäten in der thermischen Verwertung bestehen / neu errichtete Anlagen können wirtschaftlich nur schwer bestehen, wenn nicht durch langfristige Anlieferverträge der Müll in Menge und Preis gesichert wird


KO Kriterien für den Ausbau


                  

 

Ausführlich erläutert im Positionspapier aus März 2008

                 

                                                                         

 

Überkapazitäten in Deutschland

 

Es sind bereits heute Überkapazitäten in Deutschland vorhanden bzw. in Realisierung.

Es wird der Ausbau der MVA von 80.000 auf 280.000 to/Jahr beantragt. Damit wird die Verbrennungsanlage im Gesamtausbau knapp 100% größer als es der Bedarf der Kreise Pinneberg, Steinburg und Dithmarschen erfordert. Das bedeutet unnötigen Mülltourismus und Schadstoffe. Remondis schielt bereits auf den Müll aus dem Ausland (siehe oben) ...

Ab 2015 sind die Müllmengen aus Steinburg und Dithmarschen noch nicht gesichert. Das hat Rechtsanwalt Heinz beim Erörterungstermin klargestellt. Der "Behandlungsbedarf" ist nach offizieller Darstellung (Erörterungstermin, Juli 2007) für Schleswig-Holstein ist bereits gedeckt. Damit wird der Ausbau zu einem wirtschaftlichen Abenteuer.
Mit der MVA Stellinger Moor bestehen zudem verlängerbare Entsorgungsverträge für die Müllmengen, die in Tornesch-Ahrenlohe nicht verbrannt werden können.
Vorteil der Anlage Stellinger Moor: die Abwärme kann genutzt werden.

Beim Gewerbegebiet OHA hat der Kreis Pinneberg ca. 17 MIO EURO verloren. Geld, das bspw. den Gemeinden beim Unterhalt von Schulen, Kindergärten usw. fehlt.
Wir erwarten vom Kreis sowohl in Bezug auf die Zukunftsfähigkeit der Verbrennungsanlage als auch in Bezug auf die regional und bundesweit geplanten Überkapazitäten (s. MVA-Ausbau) ein verantwortliches Handeln.

Die Überkapazitäten können auf Dauer erneut zu einem wirtschaftlichen Desaster für den Kreis Pinneberg führen.

 

 

Klimakiller MVA

 

Keine Wärmenutzung möglich - katastrophale Klimabilanz

Die bei Erweiterung zusätzlich anfallende Abwärme kann nicht genutzt werden (keine Fernwärmeauskopplung, keine Kraft-Wärmekopplung).
Das bestätigen in Gesprächen die verantwortlichen Gesprächspartner in Verwaltung und auf Betreiberseite.
Mit alternativen Entsorgungskonzepten könnten viele zigtausend t. Kohle eingespart werden.
Die Energiebilanz von Tornesch-Ahrenlohe würde mit unter 19 % die schlechteste in Deutschland sein.

Ressourcenschonung, Energieeffizienz und CO2 Reduktion zur Vermeidung der Klimakatastrophe werden immer wichtigere Themen werden.


 

Durchschnittlich 30 fach höhere Giftmengen als heute zulässig

 

  

Die neue MVA wird eine Dreckschleuder (Experte Klaus Koch)

Bei einem Ausbau erlaubt der Gesetzgeber einer Anstieg der Schadsttoffe um den Faktor 20 bis 50 - die neue Anlage darf erheblich mehr Gifte ausstoßen als es die Altanlage (auf dem Papier) tut. Technisch gesehen wäre es kein Problem die Schadstoffe dratsisch zu reduzieren.

Zur Geschichte der MVA: Anfang der 90iger Jahre wurden bei Untersuchungen im Umfeld der MVA Tornesch-Ahrenlohe exorbitant hohe Dioxin- und Furanwerte (Zitat Landesnaturschutzbehörde) in der Umwelt festgestellt. Seit dieser Zeit sind zahlreiche zusätzliche umweltbelastende Betriebe in unserem Lebensraum angesiedelt worden. Wie unsere heutige Umweltsituation aussieht, weiss zur Zeit niemand genau. Seit April 2006 werden im Umfeld der MVA auf Betreiben der BI-Ellerhoop hin zwar Luftmessungen (Bergerhoff-Verfahren) durchgeführt. Dieses reicht aber bei weitem nicht aus, um die Belastungssituation richtig einzuschätzen.

Vor weiteren Ausbauplanungen fordern wir deshalb die Durchführung eines gründlichen Gutachtens, dass die Vorbelastungen gründlich analysiert. Wir fordern und erwarten dieses von allen verantwortlich Beteiligten, insbesondere vom staatlichen Bundesumweltamt in Itzehoe und dem Betreiber.


 

 

Keine rohstoffliche Verwertung

 

Ressourcenschonung, Energieeffizienz und CO2 Reduktion zur Vermeidung der Klimakatastrophe
werden immer wichtigere Themen werden.

Bei der geplanten Erweiterung der MVA soll der Müll allerdings auf weitere 30-35 Jahre unsortiert verbrannt werden.

Resultat der Verbrennung: Abgase, kontaminierte Schlacke und hochgiftige Filterstäube (insgesamt ca. 23 % vom urspr. Volumen). Recycelbare Anteile werden unwiderbringlich vernichtet.

Verantwortliche Abfallnutzung sieht anders aus.

 

Wahrnehmung der Gestaltungsverantwortung durch den Kreis Pinneberg

Kreis Pinneberg als Vorbild?

Der Regionalplan (1998) weist den Bereich als "zentrale Abfallbeseitigungsanlage", umgeben von einem "regionalen Grünzug", einem "Gebiet mit besonderer Bedeutung für Natur und Landschaft" sowie einem "Schwerpunktbereich für Erholung" (Staatsforst Rantzau, Kummerfelder Gehege, Bilsbekniederung), aus.

Mittlerweile hat sich das Umfeld der MVA-Ahrenlohe noch weiter in Richtung Erholung, Naturraum und Wassergewinnung entwickelt. Hierzu gehören die Ausweisung eines Wald-FFH-Gebietes, der Ausbau des Naherholungsschwerpunktes Arboretum-Ellerhoop-Thiensen mit weit über 100 000 Besuchern pro Jahr, der Neubau des Gartenbauzentrums für Norddeutschland in Ellerhoop mit seinen vielen Außenversuchsparzellen und die Trinkwassergewinnung in Ellerhoop und in der Bilsbekniederung.

Durch den massiven Ausbau der MVA werden die im Regionalplan festgesetzten Nutzungsaspekte im Bereich der Zwischenachse (grüne Achse) ad absurdum geführt. 

 



Online Petition

Müllverbrennung darf keinen Recycling-Status bekommen.
Petition an das  EU-Parlament.

Rechtsmittel

Die BI erwägt nach gründlicher Prüfung des Genehmigungsbescheides die Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel.

Technikwandel

Besserer Techniken werden erprobt und umgesetzt.
Ein neuartiges Müllkraftwerk wird in Kanada gebaut.

Kapazitäten frei (05/2008)

Wozu MVA-Ausbau? Unsere Überkapazitäten "schlucken" sogar Italiens Müll!

Ausbau der "Mülle" nicht notwendig? (20.03.2008)

Die Schlagzeile war überfällig, der Tatbestand seit langem bekannt. Vollständige Erklärung des Ministeriums. Minister befürchtet Überkapazitäten "Da diese zusätzlichen Kapazitäten nicht allein durch schleswig-holsteinische Abfälle zur Beseitigung ausgelastet werden könnten ..."

380.000 to. in Brunsbüttel ab 2010 ?

Ab 2010 ein Industrieheizkraftwerkes (IHKW) in Brunsbüttel ? (Bekanntmachung, Kurzfassung, ca. 3Mb).
Pro to. heizwertreichen Müllersatzbrennstoff benötigt man ca. zwei to. unsortierten Müll.
Das geplante IHKW sticht die MVA Tornesch-Ahrenlohe durch ganzjährige Prozesswärmenutzung wirtschaftlich aus. Aber woher soll der Müll überhaupt kommen?

Deutschland wird Müllmeister

Ein kritischer Beitrag der Sueddeutschen SZ. Deutschland "produziert zu wenig Abfall" - für all die neuen Verbrennungsanlagen. Her mit dem Müll aus dem Ausland mehr ...

Presseinfo 24.07.2007

Forderung nach Beteiligung von BI/BUND bei den geplanten Bodenanalysen des Kreises Pinneberg: 20070724_bi_bund_presse
Forderungen an das Umweltamt Itzehoe: 20070723_stua

Juli 2007: Bodenanalysen im Umfeld der MVA

Die Bürgerinitiative und der BUND Kreis Pinneberg haben ein unabhängiges Labor mit der Untersuchung von Bodenproben beauftragt.
Die Schwermetallbelastungen liegen bei einer Probe im Bereich des Tornescher Waldkindergartens bei Blei und Quecksilber (knapp) über den Richtwerten.
Hier hat sich die Belastung seit 1992 in einer ersten Betrachtung etwa verdreifacht. Die Dioxinbelastung ist in den Proben allgemein nach wie vor erwartungsgemäß sehr hoch (ca. 2-10 fach über Bundesdurchschnitt).  Presseerklärung, Messergebnisse

Resolution des Amtsausschusses Rantzau

Resolution der 10 zum Amt Rantzau gehörenden Gemeinden vom 21.05.2005.
Mittlerweile haben über 20 Gemeinden im Kreis Pinneberg sich negativ zu den Ausbauplänen geäußert.

Wir wollen uns und unseren Kindern eine lebenswerte Umwelt erhalten

 
 
Letzte Aktualisierung am 09.04.2010 Gemeinnützige Bürgerinitiative aktiver Umweltschutz Ellerhoop e.V.