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Jahreshauptversammlung 2019

An alle

BI-Mitglieder und Interessierten


Einladung zur öffentlichen Jahreshauptversammlung am

Donnerstag, dem 25. April 2019, um 20.00 Uhr,

im Multifunktionszentrum Ellerhoop

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Jahresbericht 2018
  2. Bericht der Kassenprüfer
  3. Entlastung des Vorstandes
  4. Wahl des Vorstandes
  5. Wahl der Kassenprüfer
  6. Verschiedenes

Sollten 25.04.2019 um 20.00 Uhr weniger als ein Viertel aller stimmberechtigten Mitglieder der BI anwesend sein, so wird ab 21.00 Uhr eine neue Vollversammlung eingesetzt, die dann beschlussfähig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Der Vorstand

Flugblatt April 2018

Unser Flugblatt (Downĺoad)   zu folgenden Themen:

 

1. Weiterentwicklung des abfallwirtschaftlichen Komplexes rund um die Müllverbrennungsanlage (MVA) in Ahrenlohe

2. Große Müllverbrennungsanlage und ein Kohlekraftwerk in Stade-Bützfleth

3. Straßenbelagserneuerung der Barmstedter Straße Ortsdurchfahrt Ellerhoop

Im Gespräch mit Dr. Valerie Wilms

BI und Frau Dr. Wilms

BI und Frau Dr. Wilms

Die Leitlinien der Abfallentsorgung im Kreis Pinneberg werden im Abfallwirtschaftskonzept regelmäßig fortgeschrieben, das in näherer Zukunft erneut überarbeitet wird.

Auf Einladung der BI Ellerhoop kam es darüber zu einem Austausch am  14.11.2017, wo es schwerpunktmäßig um dieses Thema ging.

Die BI möchte, dass hier wichtige Aspekte stärker berücksichtigt werden.

Das stoffliche Recycling muss ausgebaut werden, um die Menge der verbrennenden Abfälle zu vermindern, die neben giftigen Schwermetallen auch große CO2 Mengen freisetzt.

Für alle Beteiligte war es ein interessanter Austausch, bei dem es auch um alternative Energien oder die Verkehrssituation durch Mülltransporte ging.

Frau Dr. Wilms verabschiedete sich mit dem Versprechen, nach Möglichkeit die BI bei der Formulierung des Abfallwirtschaftskonzeptes einzubeziehen.

 

 

 

Fracking: Technologie mit Kurzzeitnutzen für wenige und Langzeitrisiko für viele

Beitrag zur Novellierung des deutschen Bergrechtes


Nach unserer Kenntnis verlängert Fracking die Reichweite der Fördermöglichkeiten von Erdgas um etwa 10 bis 15 Jahre, birgt aber potentiell unabwägbare Risiken für hunderte von Jahren.
Es drängt sich eine Analogie zur Nutzung der Kernkraft auf.

Die Betreiber in Deutschland streiten Gefahren ab und verweisen auf die wirtschaftlichen Vorteile.

Viele Experten sehen aber Risiken in Form von Grundwasservergiftung oder durch geologische Folgeprozesse, die Schäden durch Erdbeben oder Absenkungen hervorrufen.

Es besteht damit das hohe Risiko, dass die Gewinne aus dem Fracking privatisiert und die langfristigen Schäden von der Allgemeinheit getragen werden müssen.

Das ist aus volkswirtschaftlicher und marktwirtschaftlicher Sicht sowie aus einem natürlichen Gerechtigkeitsempfinden her schädlich.

Im Privatrecht haftet jeder Verursacher für Schäden an Sachen oder Personen – so soll es auch beim Fracking sein.


Deswegen unsere Forderung:

Wer Fracking betreibt, soll eine vollumfängliche Versicherung für etwaige Schäden abschließen.

Damit schlägt sich das Risiko direkt im Preis des vermeintlich billigen Erdgases nieder. Die Kosten möglicher Schäden sollen durch die Versicherung mittel- und langfristig abgedeckt sein.

Die Haftungsdauer muss für eine ausreichend lange Zeit gelten, in der auch im Nachhinein Schäden auftreten können, hier mag als Zeitdauer 100 Jahre angemessen sein.

Die Haftungsbereiche umfassen die Bereiche Grundwasserverschmutzung, Schäden an Immobilien durch Erdbeben, Setzungen, etc. – es ist naheliegend, dass dieser Bereich detailliert ausgearbeitet werden muss.

Die Beweislast liegt auf der Seite des Verursachers.

Während der Fördermaßnahmen sind auf Kosten des Förderunternehmens unter behördlicher Aufsicht und auf dessen Kosten Protokolle über alle Maßnahmen führen (z.B. Chemikalienzusammensetzung der verwendeten Chemikalien, Details zu Bohrungen, etc.).

Mülltourismus – Hamburgs Antwort

Antwortschreiben der Stadt Hamburg vom 25.07.2013

Hier das Antwortschreiben der Stadt Hamburg zu unserem Schreiben (s.u. „Mülltourismus in Hamburg“). Dies ist in Teilen sachlich unrichtig oder unvollständig.

Wir haben noch einmal nachgehakt mit diesem Schreiben. Darin haben wir außerdem die Frage nach der sicheren Verbringung der hochgiftigen Verbrennungsrückstände ergänzt.

Mülltourismus – Schreiben an die Stadt Hamburg

In einem Schreiben (pdf)  aus Juni 2013 an die Stadreinigung Hamburg, dessen Aufsichtsrat und weitere Verantwortliche wenden wir uns gegen den in Hamburg praktizierten Mülltourismus.


Hamburg fördert Mülltourismus quer durch Europa durch Verbrennung ausländischen Mülls

Sehr geehrte Damen und Herren,

in Deutschland werden laut Medienberichten bereits 2 Mio t Müll aus dem Ausland verbrannt.

Das ist in vielerlei Hinsicht negativ für Bevölkerung und Umwelt und das Ergebnis einer fehlgeleiteten Entsorgungspolitik. Von den 71 Müllverbrennungsanlagen (MVA) ist laut einschlägigen Kreisen jede vierte Anlage überflüssig.

Wir als BI Ellerhoop sind erleichtert, einen wichtigen Beitrag zur Verhinderung von noch mehr Verbennungskapazität durch den Ausbau der hiesigen MVA im Kreis Pinneberg geleistet zu haben. Dieser geplante massive Ausbau der MVA Tornesch-Ahrenlohe wurde im letzten Jahr gestoppt.

Stadreinigung verbrennt Müll aus England“

In den Medien war vor kurzem zu lesen, dass auch die Hamburger Stadtreinigung den Mülltourismus fördert und damit Recycling und Wiederverwertung verhindert.

Allen Beschwichtigungen zum Trotz, dass Müll in Hamburg „sinnvoll verbrannt“wird oder Leerkapazitäten auf LKWs genutzt würden: es geht um wirtschaftlichen Profit auf Kosten der Umwelt.

  • Es entstehen weite Transporte per Schiff und LKW. Das ist Mülltourismus mit hohem Verkehrs- und Schadstoffaufkommen. Es wird eine Transportnachfrage bei LKWS generiert.

  • Die Erzeuger des Mülls werden in ihren Ländern ihrer Verantwortung eines verantwortungsvollen Umganges mit dem Müll / Rohstoffen enthoben.

  • MVAs zerstören durch die Verbrennung Rohstoffe. Sie erzeugen hochgiftigen Sondermüll (Filterstäube) und problematischen Abfall, nämlich giftige und schwermetallhaltige Schlacke.
    Die Nutzung der Verbrennungswärme ist weniger effektiv als die Nutzung der im Müll enthaltenen Rohstoffe. Außerdem erzeugen MVAs große Mengen an giftigen Abgasen, Feinstäuben und CO2.

  • Die Ausnutzung der Kapazitäten alter Müllverbrennungsanlagen verhindert sinnvolles Recycling.

Was in unseren Augen notwendig ist:

  • Abfälle müssen möglichst regional verarbeitet bzw. genutzt werden.

  • Es ist notwendig, die Verbrennungskapazitäten bei den MVAs mittelfristig zu reduzieren bei gleichzeitigem Ausbau des Recyclings und stofflicher Wiederverwertung.

  • Neben der enorm hohen Umweltbelastung in der Großstadt Hamburg, insbesondere im Hafengebiet (Tourismusschwerpunkt), sollte die Stadt Hamburg ihre Bevölkerung nicht mit zusätzlichen Umweltgiften z.B. aus englischem Müll berieseln.

Unsere Fragen

1. Welche und wie viele Schadstoffe werden durch den europaweiten Transport des Mülls erzeugt?

2. Welches Verkehrsaufkommen wird erzeugt?

3. Welche Luft-Schadstoffmengen (Gifte, Stäube, CO2 ) und welche anderweitig zu entsorgenden Schadstoffe entstehen durch die zusätzliche Verbrennung des importierten Mülls?

4. Zu welchen Kosten (pro Tonne) wird der Müll aus dem Ausland verbrannt, zu welchen Kosten der heimische Müll?

5. In welchem Maße sollen in Zukunft Müllverbrennungskapazitäten in Hamburg vorgehalten werden?

6. Wann ist mit einem Stopp des Mülltourismus aus dem Ausland zu rechnen?

Vielen Dank für die Beantwortung unseres Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

Zukunft der MVA ab 2019 offen

Bis 2018 laufen Verträge aus, die nach unserem Kenntnisstand zu einem kompletten Wegfall der Restmüllmengen zur Verbrennung in der MVA führen könnten.
Erstens läuft in 2015 der Entsorgungsverbund mit den Kreisen Steinburg und Dithmarschen aus, und zweitens muss der Kreis Pinneberg die Müllmengen, die jetzt von der GAB verbrannt werden, europaweit neu ausschreiben. Möglicherweise landet der Müll dann in Glückstadt, wo er zur Prozesswärmeerzeugung (Papierfabrik) genutzt würde.
Hier alle Gründe für den Ausstieg aus der Verbrennung und für die Neuaufstellung des Entsorgungskonzeptes für den Kreis Pinneberg, zusammen mit dem Einladungsschreiben zur JHV 2012.

Klageweg kann eingestellt werden

Der mit hohen Kosten verbundene Klageweg, den die Gemeinde Ellerhoop zusammen mit dem Amtsausschuss Rantzau begonnen hat, wird eingestellt. Auch die BI geht mittlerweile davon aus, dass die Ausbauplanungen zum MVA Ausbau nicht umgesetzt werden.